Drachen
Vom Ungeheuer zur Kultfigur
No. 02/2026
Sie sind magisch und mächtig, feuerspeiend und bestialisch, glücksverheißend und göttlich: Drachen faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden.

Tosa Mitsutsugu, Sechsteiliges Stellschirmpaar Drache und Tiger (Detail), Museum für Ostasiatische Kunst Köln
© HAStK/RBA
Während Drachen in Europa lange als bedrohliche Ungeheuer und Sinnbilder des Bösen galten, werden sie in China, Korea und Japan aufgrund ihrer glücksbringenden und schützenden Kräfte verehrt. Dort stehen sie für die Harmonie der Natur und sind eng mit Schöpfungsmythen und kaiserlicher Macht verbunden.
Bis in die Frühe Neuzeit galten sie als reale Tiere und wurden in Schriften, Enzyklopädien und Bestiarien als Teil der Schöpfung behandelt. Erst die moderne Naturwissenschaft wies ihnen die Rolle von imaginierten Wesen zu. Dennoch haben sie bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Ob in antiken Sagen, mittelalterlichen Legenden oder moderner Fantasy-Literatur und Film – Drachen beflügeln die Fantasie bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung Drachen – Mythos und Wirklichkeit im Hessischen Landesmuseum Darmstadt beleuchtet vom 2. Oktober bis 17. Januar 2027 das Fabelwesen aus kunsthistorischer sowie naturwissenschaftlicher Perspektive und lässt hochrangige Werke aus Europa und Ostasien mit Fossilien, historischen Dokumenten und Tierpräparaten in Dialog treten. Der bildreiche Katalog ist im Hirmer Verlag erschienen und kostet 40,–. um
Drachen Mythos und Wirklichkeit 2. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027 Hessisches Landesmuseum Darmstadt Katalog zur Ausstellung 224 Seiten, 191 Abbildungen Hirmer Verlag € 40,-