Zur Sonne! Zur Freiheit!

No. 02/2026

In der Epoche von 1780 bis 1830 vollzog sich parallel zur Französischen Revolution und der anschließenden Restauration eine zweifache Umwälzung in der europäischen Landschaftsmalerei. Zum einen entstanden in großem Umfang erstmals Werke unter freiem Himmel, für die sich die Begriffe Freilichtmalerei oder Pleinairmalerei etablierten. Zum anderen setzte sich die Ölskizze auf Papier durch, welche Künstler in Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz als Vorstudien im Freien für ihre Gemälde fertigten.

Simon Denis, Bäume vor einem Tal, o. J., Fondation Custodia, Paris

Das Kunst Museum Winterthur zeigt hierzu Werke von 44 Malern in einer Gesamtschau. Neben Pierre-Henri de Valenciennes, dem Nestor der Landschaftsmalerei um 1800, sowie Johann Georg von Dillis, Carl Blechen und Camille Corot – einer der Hauptvertreter der Schule von Barbizon –, sind auch Schweizer Landschaftsmaler vertreten, welche die heimischen Alpen im Freien malten.

Der Bestsellerautor Florian Illies führt im bildreichen Katalog in die Thematik ein. Ölskizzen gelten ihm als spontaner und individueller Ausdruck eines Künstlers. Wetterwechsel, Licht- und Schattenstimmungen und Wolkenformationen stehen im Mittelpunkt künstlerischer Aufmerksamkeit – etwa 50 Jahre vor dem Impressionismus. wr

Zur Sonne! Zur Freiheit!
Wege der Freilichtmalerei um 1800
Bis 25. Oktober 2026
Kunst Museum Winterthur/Reinhart am Stadtgarten

Katalog zur Ausstellung
Hirmer Verlag € 55,–

 

 

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