Das Bauhaus in Neuengland

No. 02/2026

Wie lassen sich Bilder lesen, die dreidimensionale Räume auf einer Buchseite in die Zweidimensionalität übersetzen und noch dazu in Schwarz-Weiß wiedergegeben werden?

The Gagarin II House, Litchfield, CT. Architekt: Marcel Breuer, Baujahr 1974. Foto: Mark Römisch
© Foto: Mark Römisch

Diese Frage stellt der Kurator Gary van Zante in der Einleitung des Fotobandes Bauhaus New England. Portraits of an Architectural Legacy des in den Vereinigten Staaten lebenden deutschen Fotografen Mark Römisch.

Als Lehrende und Studierende des Dessauer Bauhauses Ende der 1930er-Jahre aus dem Nazideutschland nach Neuengland emigrierten, brachten sie ihre Ideen vom neuen Bauen mit. Mark Römisch hat zahlreiche Häuser fotografiert, die in den folgenden Jahren an der Ostküste der USA entstanden und die Zeit überdauerten, darunter auch jene von Walter Gropius und Marcel Breuer: aufgenommen bei praller Sonne oder im Spiel von Licht und Schatten, die den meist unaufgeregten Kuben ihre plastische Form geben und grafische Qualitäten offenbaren. In die Landschaft harmonisch eingebettet, aus Holz, Metall und Glas gebaut, mit klugen Raumkonzepten und sparsamen Interieurs folgen sie den Bauhaus-Prinzipien – schlicht, erschwinglich und funktional, von Licht erfüllt und Luft atmend, kurzum: poetisch. af

Bauhaus New England. Portraits of an Architectural Legacy
von Mark Römisch

Katalog
Text: Englisch
224 Seiten, 218 Abbildungen
Hirmer Verlag € 50,–

 

 

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