Maler, Meer, Mythos

„Étretat wird immer atemberaubender“

No. 01/2026

Eingebettet in eine spektakuläre Naturkulisse von Kreideklippen und Felsentoren liegt an der französischen Alabasterküste der kleine Künstlerort Étretat.

Claude Monet, Étretat. Die Felsnadel und das Felsentor von Aval, 1885, Clark Art Institute, Williamstown, Foto: The Clark Art Institute

Dieser grandiose Küstenstreifen der Normandie, der durch Erosion entstand, inspirierte seit dem frühen 19. Jahrhundert Künstler zu Werken, die der wilden Schönheit ein Denkmal setzten und das Fischerdorf zu einem der bekanntesten Sehnsuchtsorte werden ließen. Hier malte etwa Gustave Courbet seine berühmte Serie von rund 60 Wellen-Bildern, und Claude Monet schuf mit Aussicht auf die ikonischen Kreideklippen über 80 Gemälde, Pastelle und Zeichnungen – Ansichten, die bis heute unseren Blick auf Étretat prägen.

Das Frankfurter Städel Museum bereitet mit der Ausstellung Monets Küste – Die Entdeckung von Étretat dem Mythos die große Bühne: Vom 19. März bis 5. Juli 2026 stehen rund 170 herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente im Mittelpunkt dieser Blockbuster-Schau, die den Bogen von der Entdeckung Étretats um 1800 über den beginnenden Bädertourismus bis hin zu seiner zunehmenden Popularisierung spannt und den Einfluss Étretats auf die Malerei der Moderne bis in die Gegenwart nachvollziehen lässt. Der Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet € 50,–. cv

Monets Küste - Die Entdeckung von Étretat
19. März bis 5. Juli 2026
Städel Museum, Frankfurt

Katalog zur Ausstellung
Hirmer Verlag € 50,–



 

 

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