Beckmanns Zeichnungen

Momentaufnahmen von 1899 bis 1950

No. 01/2026

Zeichnungen gehören zu den persönlichsten Werken, die Max Beckmann hinterlassen hat. In jeder Schaffensphase entstanden spontane Skizzen und Arbeiten mit Bleistift, Kohle, Kreide, Rötel, Feder und Pinsel – in seinen letzten Jahren vermehrt auch Kugelschreiber –, für die er Rückseiten von Briefen, Umschlägen oder Rechnungen, Notiz- und Skizzenbücher, Schreibpapiere und hochwertiges Bütten nutzte.

Als kritischer Beobachter der Gesellschaft hielt Beckmann in Hotels und Cafés, an Urlaubsorten, bei Kuraufenthalten, im Theater und Varieté sowie als Sanitäter im Ersten Weltkrieg seine Umgebung fest und entwickelte Bildentwürfe in Miniaturskizzen oder auch großformatigen, bildhaften Zeichnungen. Oftmals griff er Jahre später auf eine in dieser Form spontan formulierte Bildidee zurück, überarbeitete und übertrug sie in Gemälde, Aquarelle, Pastelle und Druckgrafiken.

Das dreibändige Werkverzeichnis erschließt vollständig die zwischen 1899 und 1950 dokumentierten Zeichnungen. Die Sammlung reicht von den Anfängen des Schülers, der sein Pausenbrot gegen das Modellstehen der Mitschüler tauschte, bis zu den Werken kurz vor seinem Tod als gefeierter Künstler in den USA. Mit rund 1900 Arbeiten bieten die Bände zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über Beckmanns zeichnerisches Gesamtwerk und veranschaulichen sowohl die Entstehungsprozesse als auch die Entwicklung seines künstlerischen Denkens. um

Max Beckmann. Werkverzeichnis der Zeichnungen
Hrsg. von Hedda Finke und Stephan von Wiese
3 Bände:
Bd. 1: 572 Seiten
Bd. 2: 568 Seiten
Bd. 3: ca. 528 Seiten
ca. 2200 Abbildungen
24 × 30 cm, Hardcover

Hirmer Verlag € 420,– (Subskriptionspreis)
ab 15. September 2026: € 500,–

 

Die mobile Version verlassen